New York Children's Film Festival 2009

27.2.-15.3.2009
Bericht von Spela Cadez (LIEBESKRANK)

NYICFF ist seit 1997 jährlich stattfindendes ganz besonderes Festival in New York. Es ist ein Kinderfilm Festival, das unabhängige Filme zeigt, die nicht unbedingt nur für Kinder gemacht sind. Es sind intelligent, leidenschaftliche, provokative cineastische Werke. Mit den Jahren ist das Festival dank dieser mutigen Strategie das größte Festival für Kinder und Jugendliche geworden. Jedes Jahr hat es fast 20 000 Besucher und ist Monate in voraus ausverkauft. Die New Yorker Eltern sagen, dass dieser Festival der erste Schritt ist um eine wahre Filmkunst den Kindern beizubringen.

Das Festival hat vier verschiedne Kategorien: "shorts for tods" für Kinder von 3 bis 6 Jahren, "shorts for kids" für Kinder von 5 bis 10 Jahre, shorts for teens für Kinder von 12 bis 18 Jahre und Langfilme. Mein Film LIEBESKRANK lief im Programm "shorts for teens".

Das Festival findet an vielen Orten in Manhattan statt, verteilt über 3 Wochenenden. Mein Film lief im Siphony Space mit anderen Kurz- und Animationsfilmen im Programm. Der Saal war ausverkauft und zwei weitere Filmemacher waren anwesend. Nach der Vorführung wurden wir auf die Bühne gebeten für ein Publikumsgespräch. Für mich war das eine sehr schöne Erfahrung, da man sonst selten so viele Fragen und Anmerkungen bekommt.

Das Publikum sind auf diesem Festival die wichtigsten Juroren. Alle Preise werden von dem Kinderpublikum vergeben. Das Festival hat aber auch eine offizielle Jury mit großen Namen wie Susan Sarandon, Matthew Modine, Rob Minkoff und anderen, die aber leider nie gesehen wurden.

Der Nachteil des Festivals ist, dass die Filme an so vielen verschiednen Orten in ganzen Manhattan gezeigt werden. Dafür waren Filmemacher gemeinsam in einem kleinem Hotel hinterm Broadway untergebracht. Das Festival hat uns einen Abend zu einem Cocktail Dinner eingeladen, wo wir uns alle kennengelernt haben, was sehr schön war.

Ich bin dann noch ein paar Tage länger geblieben und hatte Glück, dass in der Woche auch das ASIFA-USA Animation Festival stattfand, wo ich sehr viele NY Animatoren kennengelernt habe. Ich habe drei lange Screenings geschaut (je 3 bis 4 Stunden), alles Animationsfilme, die im letztem Jahr in den USA gemacht wurden: ein Programm mit Studentenfilmen, eines mit Werbung, sowie Professionals. Nach den Screenings hatte ich die Gelegenheit Bill Plimton, Signe Baume und andere bekannte NY Animatoren in lockerer Runde kennenzulernen und mit ihnen über die verrückten Produktionsmöglichkeiten, die sie haben, unterhalten. Tagsüber habe ich sie in ihren Studio besucht, was eine ganz besondere Erfahrung für mich war.

Ich bedanke mich herzlich für die Unterstützung von German Films und der AG Kurzfilm, ohne die meine Reise nicht möglich gewesen wäre. Die Erfahrungen, die ich in New York auf beiden Festivals gesammelt habe, möchte ich auf keinen Fall missen.

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