KLEX Kuala Lumpur Experimental Film & Video Fest 2011

23.-27.11.2011
Bericht von Michael Brynntrup

Das KLEX-Festival hatte mich nach Kuala Lumpur eingeladen, um dort eine Werkschau mit meinen Filmen zu präsentieren. Ich konnte die Gelegenheit nutzen, auch noch zwei weitere Kurzfilmprogramme aus Deutschland zu präsentieren:

1. ein Programm 'Aktueller deutscher Experimentalfilm', wobei ich mich darauf beschränkt habe, ein Programm aktueller Alumni-Filme der Filmklasse zu kuratieren.
2. ein Sonder-Programm malayischer und deutscher Studentenfilme (jew. 30 min) auf Wunsch des Festivals.
Hierzu habe ich ein Auswahl aktueller Filme aus der Filmklasse zusammengestellt.

Während des Festivals konnte ich die Broschüren und DVDs der AG Kurzfilm an die relevanten Personen verteilen sowie in den Diskussionen mehrfach auf die Geschichte und die aktuelle Situation des Kurzfilms in Deutschland zu sprechen kommen. Aufgrund der starken Präsenz deutscher Filme bei KLEX-Festival (und auch aufgrund der Kooperation mit dem Goethe Institut Malaysia) hat das Festival ganz offiziell den diesjährigen Schwerpunkt dem Land Deutschland gewidmet.

http://www.klexfilmfest.com
http://www.brynntrup.de/x1111kl
http://klexfilmfest.com/klex2011/guestprogram


Exkursion der Filmklasse der HBK Braunscheig nach Indonesien
(28.11.-22.12.2011)

Die Filmklasse der HBK Braunschweig unternahm im WS 2011 eine Exkursion nach Indonesien. Die Exkursion führte in die drei wichtigsten, kulturellen Metropolen auf Java: Jakarta, Bandung und Yogyakarta.

In Bandung stand der Besuch der Partnerhochschule der HBK Braunschweig, dem Institut Teknologi, im Mittelpunkt. Dort wurde in Zusammenarbeit mit dem 'Intermedia Studio' ein 7-tägiger Workshop durchgeführt, eingeleitet mit dem eintägigen Symposion 'videosonic', bei dem zwei indonesische Videokünstler und auch ich Vorträge hielten.
Während des Workshops arbeiteten die 9 deutschen mit circa 15 indonesischen Studierenden in 5 Gruppen an gemeinsamen Filmprojekten. Entstanden sind 5 Kurzfilme mit einer jeweiligen Länge zwischen 5-10 Minuten. Diese Filme (Videos) wurden am Ende des Workshops im 'Selasar Sunaryo Artspace' vor etwa 80 Zuschauern öffentlich vorgeführt.
Die kuratierten Filmprogramme aus Deutschland wurden innerhalb und außerhalb des ITB verschiedentlich vorgeführt.

Auch in Yogyakarta konnten wir mit einer Kunsthochschule, dem Institut Seni Indonesia (ISI), kooperieren. Auch dort fanden die Vorführungen in einem mehrtägigen, öffentlichen Rahmen statt; die Veranstaltungen war groß unter dem Titel 'Media Dialog' angekündigt. Es gab Präsentationen der Master-Students des ISI, Vorträge von Videokünstlern (darunter auch ich) und eben die Vorführungen der kuratierten Programme aus Deutschland. Neben dieser Hochschulkooperation gab es auch noch eine weitere Vorführung im Indonesian Visual Art Archive (IVAA).

Von Yogyakarta aus unternahmen wir eine Tagestour nach Solo (Surakarta), wo wir ebenfalls Universitätskontakte nutzen konnten (ein ehemaliger Student der Filmklasse unterrichtet dort an der Sebelas Maret University). In der Fakultät 'Literatur und Freie
Kunst' hielt ich vor circa 200 Studierenden einen Vortrag zum Thema 'internet as an art media' und präsentierte einige Beispiele meiner eigenen 'webfilme'. In Jakarta trafen wir zu einem gegenseitigen Screening mit der Video-Künstlergruppe Ruangrupa zusammen. Ruangrupa organisiert (neben vielen anderen Tätigkeiten als DVD-Editior, Publizist, etc) das internationale Videofestival 'OK-video'. Während der ganzen Exkursion (in allen drei Städten) kam es zu einer Vielzahl an Begegnungen mit Künstlergruppen/Filmgruppen und Besuchen in Ateliers und Galerien; in Yogyakarta fand zeitgleich das NETPAC Asian Film Festival statt, und sowohl in Yogyakarta als auch Jakarta besuchten wir die jeweiligen Kunst-Biennalen.

Die Exkursion war ein 'voller Erfolg': nicht nur konnten viele neue Kontakte geknüpft und die alten Kontakte intensiviert werden, auch die Erfahrungen der Studierenden mit einer ganz fernen/fremden Kultur werden noch lange in die Zukunft wirken. Zur
Zeit arbeiten die Studierenden mit den dort gesammelten Eindrücken / Fotos / Filmaufnahmen, und es ist zu erwarten, dass daraus noch einige 'Reisefilme' entstehen werden.