Human Rights Short Film Awards 2014

26.06.2014

Bericht von Eric Esser (CHAJA & MIMI)

Die Human Rights Short Film Awards sind das jährliche Gala-Event des Irish Council for Civil Liberties (ICCL), einer Organisation für Menschenrechte in Irland. Die nominierten sechs Kurzfilme, von denen drei ausgezeichnet wurden, wurden im Dubliner Kino Light House Cinema aufgeführt, auf Irlands größter Leinwand. Die ist 19 Meter breit und befindet sich in einem Saal, der rund 300 Personen fasst und der restlos gefüllt war.

Das ICCL ist eine fast 40 Jahre alte große irische Organisation, deren Gründerin Mary Robinson war die spätere Präsidentin Irlands. Der Größe des ICCL entsprechend lief das Event sehr professionell ab: zuerst ein einstündiges Meet & Greet der Teams und des ICCL mit Umtrunk und Häppchen in den Räumen der Liga, um sich kennen zu lernen und Allen mal die Hände zu schütteln. Danach ein genau getimtes Starten der einzelnen Teams ins nahe Kino, für Pressefotografien auf dem roten Teppich. Nach der Projektion und der Preisverleihung dann Videointerviews und weitere Fotos. Die anschließende Feier bot Möglichkeiten zum Netzwerken und Kontakte knüpfen. Die Häppchen waren exzellent, die Sektgläser mit halben Erdbeeren versehen und das vom Festival gestellte Hotelzimmer recht luxuriös.

Alle gezeigten Filme wurden von der ICCL auf einer DVD zusammengefasst und innerhalb deren Organisation zu Promotionszwecken weitergegeben, sind jedoch nicht öffentlich bestellbar, und stellt meines Erachtens keine echte DVD-Veröffentlichung dar. Die ICCL hat meinem Film bislang zwei weitere Aufführungen an verschiedenen Locations in Irland verschafft. Das Guth Gafa International Dokumentary Festival, dessen Human Rights Short Film Programme von der ICCL zusammengestellt wurde, führte den Kurzfilm den beiden Festivalorten Malin im Donegal County und Kells im Meath County auf. Eine Option, die noch im Raum steht und noch ausgehandelt wird, ist ein eventueller VOD-Vertrieb eines auf Menschenrechtsthemen spezialisierten Anbieters aus den Vereinigten Staaten, deren Vertreter auch auf der Gala zugegen waren.

Für Kurzfilme mit Menschenrechtsbezug sind die Human Rights Short Film Awards auf jeden Fall lohnenswert. Und auch wegen der halben Erdbeeren im Sekt.