DocuTIFF

01.- 09.06.2016
Ein Bericht von Johanna Bentz & Jonas Römmig (crisis what crisis)

Wir sind mit unserem Film CRISIS WHAT CRISIS zur zweiten Edition des DocuTIFF-Festivals nach Tirana eingeladen worden. Das DocuTIFF, ist sozusagen die ambitionierte kleine Schwester des Tirana International Film Festival und man merkt dass es noch in seinen Kinderschuhen steckt - im guten wie im schlechten Sinne.

So haben wir bei unserer Ankunft keinerlei Info seitens der Festivalorganisation bezüglich der Lage, des Programms etc. erhalten. Es gab nur einen unkommentierten Umschlag mit Essensgutscheinen, der uns an der Rezeption des Hotels ausgehändigt wurde. Den Festivalkatalog haben wir dann schließlich an dem Hauptaustragungsort bekommen, dem Nationalen Historischen Museum von Tirana. Das Museum hat einen tollen Innenhof, in dem abends ausgewählte Langfilme unter freiem Himmel projiziert wurden.

Insgesamt geht das Festival über acht Tage und umfasst eine erstaunlich große Auswahl an Kurz-/mittellangen und Feature Dokumentarfilmen. Das Programm war wirklich erstaunlich sehenswert und breit aufgestellt. So groß das Festival auch nach Außen wirken mag, ein richtiges Event in Tirana scheint das DocuTIFF (noch) nicht zu sein: Leider waren die meisten Vorstellungen, die tagsüber stattfanden kaum besucht, sodass das Publikum fast ausschließlich aus Jury und Filmemachern bestand.

So wurde das DocuTIFF für uns eine sehr familiäre Veranstaltung, die mehr dem Ausstauch unter Filmemachern als dem Networking mit anderen Fachgästen dient.

Das Festival hatte uns eine Unterkunft für drei Tage gezahlt. Das Hotel in dem wir untergebracht waren, hatte einen sehr schönen Innenhof, in dem wir gefrühstückt und Kaffee getrunken haben; ein schöner Ort um mit den anderen Filmemachern, die im selben Hotel einquartiert waren, ins Gespräch zu kommen. Das war auch eine wirkliche Bereicherung, denn es waren einige internationale Filmschaffende da und die persönliche Atmosphäre hat allen gut gefallen.

Auch wenn es anfangs ein wenig Startschwierigkeiten gab, hatten wir am Ende unseres Aufenthaltes das Gefühl, dass die Festivalorganisation sich große Mühe gegeben hat, den internationalen Gästen eine gute Zeit zu bescheren. Nachdem wir den Kontakt zu Jurymitgliedern und Organisatoren gesucht- und gefunden haben, gab es einen schönen Austausch zwischen eingeladenen Gästen und Gastgebern. Insgesamt ein Festival das sich für Filmemacher lohnt, die einen intensiven und persönlichen Austausch suchen.

http://www.tiranafilmfest.com/