CamerImage 2016

12. - 19.11.2016
Ein Bericht von Christopher Kaufmann (Butter Brioche)

Das Camerimage ist das internationale Filmfestival für Cinematographer/Kameraleute. Aus verschiedensten Ländern der Welt treffen sich Filmemacher, um ihre Werke zu präsentieren, in Kontakt zu treten und in sog. Master Classes / Workshops ihr Wissen zu vermitteln. Darunter zeigen preisgekrönte Kameraleute Szenen aus ihren Filmen und präsentieren diese beispielsweise in Form eines Studioaufbaus. Sie gehen dabei auf Lichtsetzung, Bewegung und Kadrage ein. Weiter gibt es Seminare über Post Production Workflows, neuste Entwicklungen in der Kameratechnik oder Diskussionsrunden/Philosophie der Director of Photography über deren Bildgestaltung.

Nach den Screenings im Hauptsaal gibt es immer ein Q&A, wodurch man gleich nach der Filmvorführung der Kameraperson gezielte Fragen stellen kann. Auf Abendveranstaltungen von Kamera- und Optikherstellern, wie z.B. ARRI, Vantage, oder Panavision, gibt es dann noch die Möglichkeit mit den erfahrenen Bildgestaltern in Kontakt zu treten.

Das Festival hat eine spannende Auswahl von Filmen, welche es gerade im Wettbewerb durch die Vielfalt der internationalen Einreichungen interessant machen. Sektionen wie bestes Musikvideo machen das Programm abwechslungsreich und die Student Etudes Competition zeigt die Arbeit des Nachwuchses.

Das Camerimage ist auch deshalb so großartig, weil man so umkompliziert mit Hollywood-Größen oder Gleichgesinnten Filmemachern aus der ganzen Welt in Kontakt treten kann. Es ist eine spannende Woche ohne jeglichen Festivalstress, da die Atmosphäre entspannt ist und man sich keine Karten reservieren muss. Man geht einfach rechtzeitig ins Kino und bekommt immer einen Platz.

Die Betreuung war ebenfalls sehr angenehm, so wurden wir immer auf dem Laufenden gehalten und fühlten uns als Filmemacher sehr wert geschätzt. Das Festival hat auch wie die Berlinale eine eigene App, so dass man ohne riesiges Programmheft seinen Festivaltag stressfrei organisieren kann.

Der Festivalbesuch diesen Jahr wurde dadurch gekrönt dass Arend mit dem Preis der Bronze Tadpole in der Student Etudes Competition für den Film Yahrzeit ausgezeichnet wurde. Unter 500 Einsendungen, wovon 28 im Kurzfilm-Wettbewerb liefen, war es eine große Ehre für Arend, diesen Preis annehmen zu dürfen.

camerimage.pl